Angelika Höger, Portrait, Künstlerin, Bielfeld
Angelika Höger, Portrait, Künstlerin, Bielfeld

Angelika Höger stammt aus Freiburg im Breisgau. Sie lebt und arbeitet seit 2009 im Künstlerhaus Artists Unlimited in Bielefeld. In zahlreichen Projekten und Ausstellungen hat Angelika Höger ortsspezifische und thematische Konzepte mit  interaktiven Kommunikationselementen realisiert, u.a. 2000 „Investigative Landschaftsfotografie“ in der Ausstellung „Umgebungen“ im Kunstverein Gütersloh;  2004 „Chambre de madame maintenat“ beim „Poeziezomer“ in Watou, Belgien (kuratiert von Jan Hoet), 2008  „Unbekanntes Pferd, lauf heim“ in „OWL1“ im Marta Herford und 2015 „Catch of the day“ im Sirius Arts Centre in Cobh, Irland.

www.artists-unlimited.de
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Einzelausstellungen

2015 Catch of the day, Sirius Arts Centre, Cobh / Irland
2015 Snellius-Gewirke, Galerie GUM, Bielefeld
2012 Die Spur des Anderen, Warte für Kunst, Kassel
2011 Mein Gefühl, behaust zu sein, Galerie écart, Osnabrück
2010 Vielleicht hat es so begonnen, Galerie Artists Unlimited, Bielefeld
2009 Giochi d ́ombra, THE ROOM, Turin / Italien
2008 Von Federn, Föhnen und Fragmenten, Galerie écart, Osnabrück
2007 Auf der Suche nach der kontemplativen Hasenschule, Kiosk 24, Herford
2006 Ästhetik des Verschwindens, Tabakmuseum Bünde
2004 Der normale Zustand der Atmosphäre ist die Turbulenz, Marta Kapelle, Herford

Gruppenausstellungen (Auswahl)

2016 Gipfeltreffen der Zauberlehrlinge Sommerfest, Wasserschloss Reelkirchen
2014 Von seidenen Fäden (Gemeinschaftsarbeit mit Satomi Edo), Zeche Scherlebeck, Herten

Der unsichtbare Motor
Daniel Neugebauer

Eine Erfahrung machen wir in einem Augenblick. Im nächsten schon haben wir sie - die Erfahrung. Sie ist ein Teil von uns, Teil unserer Vergangenheit, Potential für unsere Zukunft. So erfahren wir die Welt und die Kunst. Angelika Höger macht Kunst- zur Welterfahrung. Was gedacht, was gefühlt, was begriffen werden kann, bringt sie in ein System, das wächst, weht oder wandert. Dieses System wurzelt oft in der Philosphie, wird von Höger aber als Spiel aufgefasst und weiterentwickelt. Abstrakte Theorie, sei es von Jaques Derida, Marcel Mauss oder Albert Camus, wird in ein Kunststück übertragen und so auf ihren praktischen Nutzen überprüft. …

„Die Kiste von Katlian“
Michael Kröger

Kunst ist heute weder Religion noch Meditation. Doch - zeigt uns Kunst nicht (immer noch und schon wieder) einen Weg in die blaue Ferne eines Unbestimmten? Wo liegt heute der Ort, den man früher das Paradies nannte? Mit Angelika Högers „Kiste von Katlian“ verändert sich unsere Sicht auf die Welt; und plötzlich beobachten wir anders als bisher und entdecken, dass die Welt noch in uns selbst weiter reicht, als wir ursprünglich dachten. Was wäre Kunst, wenn die Wirklichkeit kein Traum mehr wäre? …

Eine widerspenstige Zähmung im Bestiarium von Angelika Höger
Friederike Fast

Auf wundersame Weise lebendig scheint das Werk von Angelika Höger. Bewegung, Raum und Sound spielen nicht nur in ihren Performances und musikalischen Auftritten eine wichtige Rolle, sondern auch in ihren Installationen werden die Dinge oftmals wie von Zauberhand in Bewegung versetzt. Längst ausgediente Plattenspieler, Föhne, Mixer oder Massagegeräte – Kulturwerkzeuge in allen Facetten – stimmen an zu einem kuriosen, oft auch klangvollen Reigen. Wie Karussells versetzen die drehenden Installationen den Betrachter in einen lustigen Taumel. …